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Basilikum: mehr als ein Gewürz

Frische Basilikumblätter kommen besser erst nach dem Garen an ein Gericht. Werden sie mitgekocht, verlieren sie ihr feines Aroma und bekommen einen leicht bitteren Geschmack.
Ein Klassiker unter den Basilikum-Rezepten ist das Pesto alla genovese, eine schnell gemachte Nudelsoße. Für zwei Portionen Soße rechnet der aid zwei Hände voll Basilikumblätter. Diese werden mit einem Esslöffel leicht gerösteten, klein gehackten Pinienkernen, einem Esslöffel geriebenem Pecorino-Käse, einer gepressten Knoblauchzehe und etwa 50 Milliliter Olivenöl verrührt. Abgeschmeckt wird mit Salz und Pfeffer. Im Kühlschrank hält sich die Mischung in einem verschlossenen Glas bis zu einer Woche.
Das Basilikum liebt die Wärme und das Sonnenlicht. Darum gedeiht es in Mittelmeerländern besonders gut. Basilikum gehört zu den Lippenblütern, ist aber in Mitteleuropa nur einjährig. Kälte bekommt ihm gar nicht, es wird dann schnell braun und verfällt. Die Blätter des Basilikums sind spitz-oval, glänzend und grün. Sie duften wunderbar würzig. Beim normalen Basilikum sind die Blätter in der Mitte rundlich nach oben gewölbt. Sie wachsen gegenständig am Stengel.
TIPP: Wenn man die oberen Blattpaare kappt, verdoppeln sich die Triebe und die Pflanze wird üppiger. Ab Juli fängt das Basilikum an zu blühen. Es bildet dann einen verlängerten Stengel, an dem weisse Blüten aufblühen.
Der Basilikum ist uns vor allem als Gewürzpflanze bekannt. Besonders zusammen mit Tomaten entfaltet er sein unvergleichliches Aroma.
Basilikum ist auch eine Heilpflanze.
Er stärkt nicht nur die Verdauungsorgane, sondern beruhigt auch die Nerven, lindert Migräne und leistet gute Dienste in der Frauenheilkunde.
Heilwirkung:
antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, schweisstreibend, tonisierend, Fieber, Magenschwäche, Blähungen, darmreinigend, Darminfektionen, Magenkrämpfe, Verstopfung, Gicht, Blasenentzündungen, Nervenschwäche, Schwindelanfälle, Migräne, Wechseljahrsbeschwerden, Menstruations fördernd, Muttermilch fördernd, Libido steigernd, Hautabschürfungen, Hautrisse, Schlecht heilende Wunden, Insektenstiche, uvm.
Anwendung:
Tee
Eine Tasse nach jeder Mahlzeit wirkt verdauungsfördernd. Auch das Nervensystem wird durch Basilikum gestärkt und Migräne gelindert.
In der Frauenheilkunde kann Basilkum Periodenkrämpfe lindern und unregelmässige Menstruationsblutungen regeln. Gegen Wechseljahrsbeschwerden kann man Basilikum verwenden, denn sein Inhaltsstoff Beta-Sitosterol ist dem Hormon Östrogen ähnlich und wirkt daher dem Hormonmangel entgegen. Stigmasterol, ein weiterer Inhaltsstoff, fördert den Eisprung, was auch zur Regulierung der Zyklen beiträgt.
Achtung! In der Schwangerschaft sollte man Basilikum nicht in grösseren Mengen zu sich nehmen.
Pulver
Getrocknet und zerstossen kann man Basilikum als Unterstützung für den Geruchssin nach chronischem Schnupfen einsetzen.
Getrocknet kann man ihn wie Pfeffer verwenden, auch in gekochten Gerichten.
Zerriebene frische Blätter
Frische Blätter helfen zerrieben gegen Insektenstiche.
Ätherisches Öl
Das ätherische Öl hilft gegen Insektenstiche, nervöse Schlaflosigkeit und Migräne. Entweder äusserlich aufgetragen oder in der Duftlampe.
Äusserlich
als Waschung, Bad oder Umschlag angewandt kann Basilikum-Tee gegen schwer heilende Wunden und Hautabschürfungen helfen.
Gewürz
Zusammen mit Tomaten schmeckt frischer Basilikum extrem lecker. Man kann im Prinzip fast jeden Salat mit frischem Basilikum würzen.Getrocknet kann man ihn wie Pfeffer verwenden, auch in gekochten Gerichten.
Da dem Basilkum Libido-steigernde Wirkung nachgesagt wird, könnte es sich lohnen, in in der Küche zu verwenden.
